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Derselbe Fluß,
Ostritz, 2001, Sandstein, Höhe 2 m
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...Ursula
Güttsches ... durch bewußte und stilkonservative
Entscheidung für die frontal situationslose Standfigur einer
Unbekleideten, indem sie, bei archaischem Umkreisen des Werkstücks,
Steinhaut nach Steinhaut ringsum wegschlagend, geduldig den Kern,
das Bildwerk allseitig hervortreten lässt. Diese Ansichten
gegenüber neutrale Methode ist in Griechenland schon vor 26
Jahrhunderten geübt worden. Ich sage stilkonservativ, weil
alle Formprobleme verharren innerhalb der von alters her unbewegten
Standfigur als Lebenssymbol. Die Zeit gleitet stumm davon ab. Bewusst
sage ich, weil eine freie Entscheidung für ein der Künstlerin
eigentlich Anderes zugrunde liegt.
Denn als Schülerin Helmut Heinzes steht ihr bisheriges Werk
großenteils im verlängerten Schatten Giacomettis. Ihre
konzentriertesten Arbeiten folgen eben dessen volumenauszehrender
Negativtendenz, alle Grenzprobleme der Figur einlassend. Im hier
vorliegenden Werk ist dieses Einfallstor der Negation zugeschlagen,
das Vitalsymbol der in sich versammelten reifen Frauengestalt gerettet.
Warten wir das ab....
Dr. Heiner Protzmann zum 6. Bildhauersymposium
des Neuen Sächsischen Kunstvereins,
Ostritz, Kloster St. Marienthal 2001
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